Welches Fleisch auf welchen Grill? – A BBQ story.

Wir alle kennen es, so ab Mitte April beginnt es uns in den Fingern zu jucken. 

Man spürt diese innere Unruhe in sich, kann es aber nicht so wirklich erklären.

Bis es einem langsam dämmert: der Garten wird grüner, die Tage werden wärmer und die Abende langsam aber sicher länger? Grillsaison!

Da man nun weiß, woher diese Unruhe kam und die Vorfreude steigt, weiß man zum Glück was zu tun ist. Das über die Jahre mit Begeisterung gesammelte Equipment wird aus dem Winterschlaf hervorgeholt, auf mögliche Schäden inspiziert, gründlich gereinigt und auf Glanz poliert. Anschließend Bestandsaufnahme. Für den Weber und den Beefer ist noch genügend Gas da, das Pecan und Cherrywood für den Smoker hat den Winter trocken und gut in Schuß überstanden. Doch auf einmal ein Schreck, ein leerer Container, das Binchotan für das heiss geliebte Big Green Egg ist aus!

 Vermutlich hat man am Ende der letzten Grillsaison vor lauter Trauer vergessen nachzukaufen. Nachdem man sich wieder gesammelt hat wird also Einkaufsliste geschrieben:

  • Binchotan
  • Monolith Grillkohle
  • Big Green Egg Grillanzünder
  • Gasflaschen auf Vorrat
  • Zur Sicherheit neues Holz für den Smoker.
  • Woodchips für die Smokebox des Weber

 

Langsam aber sicher wird die Liste länger und länger. Man hat viel vor diesen Sommer…

 

       

 

Nachdem der Einkauf erledigt wurde und das Equipment vorbereitet ist fühlt man sich zufrieden. Nun zum schönsten Teil der Vorbereitung, Rezepte und Ideen notieren, Grillgut-Wunschliste erstellen:

  • T Bone vom irischen Angus oder vom Chianina? Man ist sich noch nicht sicher aber auf jedenfall T Bone!
  • Flanksteak. Diesmal amerikanisch und im Dry Rub.
  • Ribeye darf auf keinen Fall fehlen. Da ganz sicher irisches Angus!
  • Brisket. Spezialgewürzmischung des Nachbarn herausfinden oder Stehlen wenn nötig.

 

Während man so dasitzt den warmen Abend genießt und über Rezepte nachdenkt, kommt einem plötzlich ein weiterer Gedanke.

Welches Fleisch eigentlich auf welchem Grill?

Da man in der Familie und bei Freunden durchaus als erfahrener Griller oder Pittmaster bekannt ist will man vorbereitet sein, man hat schließlich einen Ruf zu verlieren. Doch nach kurzem Grübeln hat man schnell den ganzen Plan vor Augen. Die Erfahrung macht sich anscheinend doch bezahlt.

Das T Bone ist ein großes Stück, also längere Garzeit auch weil man den Knochen ersteinmal auf Temperatur bekommen muss. Klarer Fall, Big Green Egg: Kohle verteilen, hohe Hitze für die Kruste, indirekte Hitze für das gleichmäßige Garen auf gewünschte Stufe.

In unserem Fall, Medium Rare!

Bonus: Unvergleichlicher Holzkohle Grillgeschmack.

Für das Flank Steak im Dry Rub wird der Weber auserkoren. Bei dem dünnen Flank mit vergleichsweise geringem Fettgehalt ist hohe Hitze und Kurzbraten angesagt.

Da man sich bei der eigenen Rub Kreation jedoch so viel Mühe gegeben hat, möchte man hier keinen Holzkohle Geschmack. Also Gasgrill. 

Das Ribeye mit hohem Fettgehalt bietet ideale Voraussetzungen für eine perfekte karamellisierte Kruste. Innen wollen wir es saftig und medium rare.

Die Entscheidung fällt auf den Beefer: Über 800 Grad Hitze, karamellisieren, einmal wenden, ready to go!

Das Brisket wird uns etwas mehr Geduld abverlangen, denn hier ist low and slow angesagt. 

Gewürzmischung einwirken lassen, gleichzeitig den Smoker mit aromatischem Holz befeuern und auf Temperatur kommen lassen. Im Anschluss Rauch und Zeit die Arbeit machen lassen und entspannen. Bei dem Gedanken an das Ergebnis läuft uns jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.

Gut vorbereitet und Glücklich setzen wir uns mit einem kühlen Getränk in den Garten und schauen der Sonne beim Untergehen zu. 

Die Grillsaison kann kommen.